Miese Machenschaften von Staat, Gewerkschaft und Zeitarbeitsfirmen
Leserbeitrag 13. April 2010 – Laut Angaben vom Bundesverband Zeitarbeit-Personal-Dienstleistungen gab es im Jahr 2009 rund 750.000 Zeitarbeiterinnen und – arbeiter. Im Jahr 2010 wird diese Zahl aufgrund der äußerst schlechten Wirtschaftslage noch steigen. Definieren wir erst einmal den Begriff Zeitarbeit. Bei der Arbeitnehmerüberlassung (Leiharbeit) wird ein Arbeitnehmer (Leiharbeiter) von seinem Arbeitgeber einem Dritten gegen Bezahlung zur Arbeitsleistung überlassen.
Dieses Geschäft ist für die Zeitarbeitsfirmen ein äußerst lukratives. Der Arbeitnehmer erhält in den meisten Fällen einen Hungerlohn und die satten Gewinne streicht die Verleihfirma ein. Aufgrund dieser Tatsache greifen einige dieser Verleiher (nicht alle) auch zunehmend zu unlauteren und unmoralischen Methoden. Diese Unternehmen kontaktieren ihre Kunden und schlagen ihnen vor, Personal mit Festverträgen zu entlassen und dafür Leiharbeiter zu beschäftigen. Die Vorteile liegen für sie auf der Hand. Kein Personalausfall durch Urlaub oder Krankheit (man schickt einfach neue Leiharbeiter), keine Kündigungsfristen und vor allem Kostenersparnis.
Persönliche Schicksale und Existenzen spielen in diesem miesen Spiel keine Rolle. Der Mensch bleibt auf der Strecke und die Arbeitsleistung verkommt zu einer Art Handelsware. Kein Wunder, daß viele Betroffene ihrerseits bereits Parallelen zur Sklavenarbeit ziehen und diese Art des Raubtierkapitalismus verachten. Arbeitskräfte werden ausgenutzt und ausgebeutet. Einige Firmen benutzen die Zeitarbeiter nicht als Flexibilitätspuffer, sondern zum Drücken von Löhnen und zum Schüren von Existenzängsten.
Die Arbeitnehmervertreter und der Staat versagen auf der ganzen Linie. Da diese Teil dieser menschenverachtenden Agenda sind, dürften von ihnen Mindestlöhne und weitere Regulierungen zugunsten der Arbeiterschaft kaum zu erwarten sein! Jedem Arbeitgeber muß außerdem klar sein, das ein Leiharbeiter in den meisten Fällen eine qualitativ schlechtere Leistung als ein fest eingestellter Arbeitnehmer erbringen wird. Der Zeitarbeiter identifiziert sich, durch die begrenzte Arbeitsdauer, nicht mit dem Unternehmen in dem er eingesetzt wird. Zudem müssen sie erst für ihren Einsatz angelernt werden und besitzen nicht die gleiche Routine wie reguläre Arbeitskräfte. Fremdarbeiter werden nur selten in die soziale Struktur des entleihenden Unternehmens integriert.
Selbst die „Agenturen für Arbeit“ arbeiten mit den Zeitarbeitsfirmen eng zusammen um die Arbeitslosenstatistik zu frisieren. Die Agentur ist die Arbeit suchenden erst einmal los und es macht sich gut in der Arbeitslosenstatistik. Daß es sich hier um offensichtliche Manipulation handelt, erkennen leider die wenigsten. In Gütersloh veranstaltete die Agentur für Arbeit vor nicht langer Zeit eine Veranstaltung mit den Zeitarbeitsfirmen (siehe Anhang). Arbeitssuchende und deren Arbeitskraft werden so zu einem Handelsgut. Verlierer auf diesem real existierenden mit öffentlichen Geldern geförderten Sklavenmarkt 2010 ist der gedemütigte und unterwürfige arbeitslose Mensch – Gewinner die Menschenhändler der Humankapitalbörse!
Wir fordern deshalb die Abschaffung der Leiharbeit und jeglichen Handel mit Arbeitskräften. Gebt dem deutschen Arbeitnehmer Festanstellungen mit angemessenen Bezahlungen und seine Würde zurück! Dieses fordern wir nicht von einer Bananenrepublik BRD – sondern unter anderen Vorzeichen – denen eines anderen, eines freien Deutschland!
Leserzuschrift vom 09.04.2010 aus Hille
Quelle : (Kehrusker)




