10. Mai. 2009

HermannsdenkmalDie Burg befindet sich im Bundesland Nordrhein- Westfalen. Dort wurde sie auf einem Kalksteinsporn über dem Almetal erbaut, welches im Kreis Paderborn liegt. Die als einzig dreieckige neben dem Schloss Auerbach geltende Burg, liegt im Bezirk Wewelsburg der Stadt Büren.

Die Geschichte der Burg

Es gab ein Vorgebäude der Wewelsburg, die so genannte Wifilisburg. Sie diente der Schlacht gegen die Ungarnen im 9. und 10. Jahrhundert. Friedrich von Arnsberg, der für seine brutale Herrschensweise über Westfalen bekannt war und demnach den Beinamen „der Streitbare“ bekam, errichtete 1123 ein weiteres Gebäude. Dieses wurde nach seinem Tod im Jahre 1124 von, von ihm unterdrückten Bauern der umliegenden Gegend zerstört.

Als 1301 der Graf Otto von Waldeck die Burg an den Fürstbischof von Paderborn verkauft, kann man anhand von überlieferten Dokumenten feststellen, dass dort schon zwei Gebäude standen: das Bürensche- und das Waldecksche Haus. Sie waren bereits einer Festung ähnlich. Der Fürstbischof vergab das Gebäude bis zum Jahr 1589 an diverse Lehnsherren.

Die Burg, wie wir sie in der heutigen Gestalt kennen, wurde vom Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg, als Nebenresidenz der Fürstbischöfe von Paderborn, von 1603 – 1609 im Stil der Weserrenaissance erbaut. Das neuerrichtete, dritte Gebäude, wurde mit den Mauern der beiden schon bestehenden Gebäude in das Neue hineingebaut, wodurch die Burg seitdem seine berühmte dreieckige Form hat.

In der Fortlaufenden Geschichte wurde die Burg mehrmals demoliert, so auch von den schwedischen Truppen im Dreißig Jährigen Krieg, und nach einer im Jahre 1654 stattfindenden Renovierung, war sie nach einem Blitzschlag am 11. Januar 1815, im 18. und 19. Jahrhundert dem Verfall ausgesetzt. Zu dieser Zeit war sie seit 1802 in preußischem Besitz. 1631 fanden in der Wewelsburg zwei Hexenprozesse statt. Die Räumigkeiten in denen die Angeklagten hausen und schließlich ihren Tod durch das Erhängen finden mussten, sind noch heute im Inneren der Burg zu besichtigen.

Dem Kreis Büren fiel das Eigentumsrecht der Burg 1924 zu. Büren machte aus der Burg ein Kulturzentrum, und errichtete ein Museum, einen Speisesaal ein Restaurant und eine Jugendherberge, in dessen Inneren. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass das Gebäude sehr einsturzgefährend war und musste somit im Winter 1923/33 mit Eisenringen verstärkt werden.

Der Verein „Verein zur Erhaltung der Wewelsburg“ unterstützte die Erhaltungsmaßnahmen des Gebäudes durch Spenden.

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