So, oder so ähnlich könnte es am Montag geklungen haben als beim Bürgermeister der Stadt Minden die Drähte glühten. Eingeschaltet wurden die örtliche Presse, der Staatschutz, die Polizei und eben selbst der Bürgermeister. Was aber nur ist passiert? Ist etwa erneut ein sexueller Missbrauch von Kindern, wie jüngst in Herford geschehen öffentlich geworden? Ist einmal wieder ein Deutscher an einem S-Bahnhof von einer kriminellen Ausländerbande erschlagen worden?
Nein, ein wert- und sinnloser Stein, der vielerorts an die jüdischen Bewohner eines Wohnhauses erinnern sollte, wurde entwendet. Der selbsternannte Künstler Günter Demning hatte eine Marktlücke für sich entdeckt. Unter dem Mantel der Erinnerungskultur verkauft und verbuddelt er in jeder deutschen Stadt hunderte von Stolpersteinen. Diese Erinnerungsklötze, die in einer Massenproduktion gefertigt und kurz mit einem Namen versehen werden, gräbt der „Künstler“ dann selbst ein und lässt sich seine Arbeit fürstlich entlohnen. Vor jedem Haus, in dem ein „Jude“ einst wohnte soll nach Demnings Angaben einmal ein Stolperstein erinnern. [...]













