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edes Mal nach einem Lebensmittelskandal verspricht die Regierung den Bürgern mehr Transparenz in Sachen Lebensmittel. Ob Gammelfleisch, verseuchte Eier oder Milchprodukte, die Bilanz ist ernüchternd. Zwei Jahre gibt es nun schon dieses gefeierte Gesetz aber anstatt wirklich mehr Transparenz zu bieten, schützen die lahmen Behörden die Industrien, oft zum Schaden der deutschen Kunden. Da stellt sich nun die Frage, ob es nicht besser wäre wieder zum Eigenanbau und der Viehwirtschaft zurück zu kehren. So wüsste man jedenfalls was man isst und wo es herstammt.
Zwei Jahre nach der Verabschiedung dieses Gesetzes kann man davon sprechen, dass es sein Ziel vollkommen verfehlt hat. Dieses Gesetz tut keiner Firma weh. Im Gegenteil: Unschöne Inhaltsstoffe werden einfach als Betriebsgeheimnis deklariert. Möchte man als Bürger wissen ob in dem Obst oder Gemüse, was er beim Lebensmittel-Laden täglich konsumiert erhöhte Pestizidwerte vorhanden seien und von welchem Produzenten diese stammten, braucht man gute Nerven, Geduld und zu guter Letzt auch noch Geld. Fragt man einmal nach, wird man darauf hingewiesen, dass solch ein Auftrag ziemlich teuer werden kann. So würde die Einholung der Proben aus allen Discountern pro Tag schätzungsweise 500 Euro kosten. Verständlich, dass man als Kunde dann seinen Antrag zurückzieht und dann doch lieber zu den BIO-Produkten – bei welchen es jedoch auch eher fraglich ist, ob diese nicht auch „verseucht“ sind – greift oder gleich selber wieder im eigenen Garten anbaut.
Vor ein paar Wochen war ein führender Billig-Discounter in den Schlagzeilen, welcher zu recht beschuldigt wurde Käsesorten verkauft zu haben, obwohl diese mit Listerien verseucht gewesen sind. Diese sogenannten Listerien können schwere Infektionskrankheiten auslösen. So starben seit Herbst vergangenen Jahres in Deutschland und Österreich über 7 Menschen an den Folgen. Erst als die Europäische Union im Januar vor dem Produkt des österreichischen Herstellers gewarnt hatte, rief der Discounter zwei Käsesorten zurück und warnte die Kunden „aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes“, den Käse nicht zu essen. Ein paar Wochen später hieß es dann seitens des Discounter „diese Produkte keinesfalls zu verzehren“. Wie viele Menschen diesen Käse bis dahin schon verzehrt hatten, bleibt ungewiss.
Dieses Gesetz hilft Kunden nicht wirklich bei ihrer Kaufentscheidung weiter. Die Verbraucher stehen genauso unwissend da wie vorher. Es handelt sich um eine komplette Mogelpackung – klang gut aber bringt rein gar nichts!
Na dann, Garten angeschafft, Spaten und Saatgut wieder in die Hand genommen und los geht es mit der Eigenversorgung.




