30. Mai. 2010

Es muß zuerst einmal festgestellt werden, daß eine überwältigende Mehrheit der Deutschen die Einführung des Euro nicht wollte. Da halfen auch die massiven Werbemaßnahmen der Medien nichts. Als Wähler hatte man bei der Wahlen leider keine echte Alternative. Die so genannten Stabilitätskriterien waren recht schnell aufgeweicht. Es wurden Staaten in die Eurozone aufgenommen die dort überhaupt nichts zu suchen gehabt hatten, ja die sogar Bilanzen gefälscht haben um aufgenommen zu werden. Entweder war dies politisch gewollt. oder aber die Politik war unfähig dies zu prüfen. Nun haben wir eine “Eurokrise” und genau die Menschen, die gegen die Einführung des Euros waren, sollen nun die Zeche zahlen. Die wenigen Befürworter machen sich wahrscheinlich gerade die Taschen voll. Für den Normalbürger hat der Euro bei seiner Einführung nur massive Preissteigerungen gebracht.
Man muß sich einmal überlegen, wie schnell Geld bei der Bankenkrise zur Verfügung stand. Für die Griechen wurden in Deutschland 22 Mrd. Euro aufgetrieben. Für das Euro Rettungspaket kann man 123 Mrd. Euro einbringen. Auch wenn es sich hier um Bürgschaften handelt, so ist doch jetzt schon abzusehen, daß der Steuerzahler für diesen Schwachsinn aufkommen muß.
Gleichzeitig kürzt Herr Koch in Hessen den Universitäten 30 Mio. Euro. Zur gleichen Zeit müssen viele kommunale Einrichtungen geschlossen werden, weil unser Kommunen pleite sind. Das kann man niemanden in Deutschland vermitteln.
Und nun geht es richtig los! Jetzt fangen die unverschämten Diskussionen an, wo gespart werden kann, wie man an mehr Geld kommt. Mehrwertsteuererhöhung, Mautgebühren, Rentenkürzungen, kommunale Gebührenerhöhungen, Kürzungen im Bildungsbereich und manch anderer Unsinn. Dann fehlt noch der Aufruf zu mäßigen Tarifabschlüssen.
Ich hätte da auch ein paar Sparvorschläge: Sofortiger Abzug unserer Soldaten von ihren Auslandseinsätzen. Allein Afghanistan hat bisher 12 Mrd. Euro verschlungen. Rücknahme Westerwelles  Mehrwertsteuersenkung für Hotels. Er kann ja die erhaltene Spende wieder zurückzahlen. Steuererhöhungen für zockende Banker. Höhere Besteuerung auf Boni bei Bankern und Managern. Einführung einer Reichensteuer. Wiedereinführung einer Vermögenssteuer. Wir könnten aber auch unseren EU-Beitrag senken. Immerhin zahlen wir von 27 Staaten 20% des gesamten EU-Haushaltes. Das sind 2010 stattliche 24,5 Mrd. Euro. Im Gegenzug könnte man ja Großbritannien den Beitrittsrabatt streichen. Beim “kleinen Mann” ist jedenfalls nichts mehr zu holen. Uns bleiben ja jetzt von jedem verdienten Euro noch nicht einmal 40 Cent erhalten. Deutschland muß endlich aufhören für jeden und alles den Zahlmeister zu spielen.

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