Es naht das Julfest und die Jahreswende. Viele Kameraden fragen sich vielleicht auf welchem Weg sie dieses Fest begehen. Viele verbinden damit schöne Erinnerungen aus frühster Kindheit, man bekommt Süßigkeiten und Geschenke, aber wie jedes „religiöse“ Fest hat auch dieses einen faden Beigeschmack.
Seit Jahrhunderten schon erfährt das Julfest eine Politisierung und religiöse Umwälzung, indem man natürliche Bräuchen und Gepflogenheiten zu religiösen Handlungen und Anlässen umdeutet. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir dieses Fest nicht feiern sollten- denn noch immer steckt im heutigen Weihnachten uraltes deutsches Brauchtum. Listet man verschiedene Weihnachtsutensilien auf, oder analysiert verschiedene Personen und Orte in der Weihnachtsgeschichte, so kann man direkte Bezüge zu unseren Ahnen feststellen.
Die Maria tauchte bei uns bereits damals als Frau und Lebensspenderin auf, nur unter anderem Namen, das geborene Kind steht schon seit ewigen Zeiten für neues und aufgehendes Leben. Auch wir benutzen Nadelbäume, auch Lebensbäume genannt, aus heimischen Wäldern um ein Hauch von Leben in unser zu hause zu bringen. Zudem schnitt man von diesem Baum einen Zweig ab, die Mistel, welche in Entfernung zu dem Nadelbaum auf gehangen wurde. Sie sollte den Tod symbolisieren, der absterbende Ast, der vom neuen Leben getrennt wurde. Er wird bis zur Jahreswende vertrocknen und absterben, während der Baum weiter blüht.
In Norddeutschland gab es zu dem einen Schimmelreiter, dieser wurde später durch den Weihnachtsmann ersetzt. Er ritt mit seinem weißen Schimmel durch die Nacht und schützte die Menschen vor den Gefahren. Manch einer setzte diesen Schimmelreiter mit Wotan gleich, der auf seinem Pferd dahin ritt.
Alle Termine und Personen des heutigen christlichen Weihnachten waren schon lange zuvor im germanischen Brauchtum verankert. Alles drehte sich hierbei um den Niedergang alten Lebens und die Auferstehung von Neuem. Unsere Ahnen banden so zum Teil auch zum Julfest Stroh um Bäume und Früchte, um sich für die reichliche Ernte zu bedanken dieses erkennt man heute wieder im Geschenke verpacken. Die Tiere erhielten am Festtag zudem eine Futterzulage was heute dem beschenken gleich kommt. In Schlesien wurde das bekannte Weihnachtsschießen zum ,,Christkindherunterschießen“ in Folge der einsetzenden Christianisierung, und dem völkischen Widerstand.
All die Bräuche und Personen der heutigen „christlichen“ Weihnachten waren also schon lange zuvor im germanischen Brauchtum verankert und haben dort auch seine ursprünglichen Wurzeln. Alles drehte sich hierbei um den Niedergang alten Lebens und die Auferstehung von Neuem. Diese Fest können wir also sehr wohl jedes Jahr wieder feiern, nur sollten uns nicht vom Konsum verführen lassen sonder daran denken, dass diese Bräuche eine tiefere Bedeutung haben. Denn Entscheidend ist woran wir glauben und was wir denken wenn wir vor dem Nadelbaum sitzen. Diese Bräuche müssen wir leben, und vor allem unseren Kindern beibringen, damit das Brauchtum unserer Ahne weiterlebt.
Auf das Altes geht – und Neues entsteht!




