14. Apr. 2010

Der Streit um den Bau des Minaretts in Bielefeld Brackwede beschäftigt nun am Donnerstag den 22.April das Verwaltungsgericht in Minden.

Das Minarett, das eine Höhe von 16,22 m und eine Breite von 1,59m haben und nach den Plänen begehbar sein soll, ist von den zuständigen Behörden bereits genehmigt, den klagenden Anwohnern allerdings ein Dorn im Auge.

So klagt ein 53jähriger Anwohner der nicht genannt werden will in der “neuen westfälischen Zeitung”:

“Ich habe grundsätzlich nichts gegen Moscheen und Minarette”. Allerdings befürchtet er vor allem, dass der Türkisch-Islamische Kulturverein nach dem Bau des Minaretts auch irgendwann Lautsprecher am Gebetsturm anbringen wolle – und dann Muezzin-Rufe zu hören seien.Laut Baugenehmigung ist dies derzeit nicht erlaubt. Aber der Kläger rechnet damit, dass der Kulturverein dies irgendwann beantrage, sobald es genehmigungsfähig sei. Er wirft dem Kulturverein eine “Salami-Taktik” vor. Der Kulturverein hat stets betont, dass keine Lautsprecher geplant seien, aus denen Muezzin-Rufe ertönen. Doch der Kläger begnügt sich damit nicht. “Ich fordere eine verbindliche Erklärung des Kulturvereins, dass es in Zukunft keine Gebetsrufe geben wird”, sagt der Jurist.Der Brackweder berichtet, dass er dem Kulturverein bereits einen Vergleich angeboten habe. Er würde den Minarett-Bau akzeptieren, falls der Kulturverein die verbindliche Erklärung ausstelle. Doch der Kulturverein sei auf dieses Angebot nicht eingegangen.Dr. Nils Gronemeyer, Anwalt des Kulturvereins, betont: “Momentan wird nicht an Gebetsrufe gedacht.” Der Kulturverein wolle keine verbindliche Erklärung abgeben und einem damit verbundenen Eintrag ins Grundbuch zustimmen. “Solch eine weitreichende Entscheidung will der jetzige Vorstand nicht treffen”, begründet Gronemeyer. Denn die Erklärung wäre auch noch in vielen Jahrzehnten wirksam.

Nun wird sich die neunte Kammer des Verwaltungsgerichts in Minden, Richterin Karin Junkerkalefeld mit dem Minarett-Bau befassen. Die öffentliche Verhandlung am 22. April beginnt um 11 Uhr. Beklagter ist nicht der Kulturverein, sondern die Stadt Bielefeld, da diese die Baugenehmigung erteilt hat.

Kein Minarett in Brackwede, türkische Kultur gehört in die Türkei…. Aber Deutschland uns Deutschen!

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