Heute machten sich wieder mehrere hundert Menschen auf den Weg nach Bad Nenndorf, um dort der Opfer alliierter Kriegs- und Nachkriegsverbrechen zu gedenken. In diesem Jahr war die Resonanz auf unserem Aufruf groß und über 1000 Menschen kamen in die niedersächsische Kurstadt.
Auch in diesem Jahr wollten Polizeieinsatzleitung und Landkreis den friedliche Ablauf behindern. Es war also wieder eine Selbstverständlichkeit nach Möglichkeiten zu suchen, wie man den Trauermarsch stören könne. So nutzte man den Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes dahingehend, der Versammlungsleitung erst am Versammlungsort weitere Auflagen präsentieren zu können. Um den Beginn der Versammlung zu verzögern wurden Ordner willkürlich abgelehnt, auch wurden alle Versammlungsteilnehmer erneut in rechtswidrigen Vorabkontrollen durchsucht. Beabsichtigt hatte man damit, dass mit dieser Maßnahme beim unbeteiligten Zuschauer ein falsches Bild erzeugt werden sollte. Aber wir sind diese immer wiederkehrenden Frechheiten langsam gewohnt und haben gelernt uns darauf einzustellen. So versucht man schon seit Jahren vergeblich uns und den Trauermarsch bei der Bevölkerung in Misskredit zu bringen. Besonders gravierend erscheint uns die Tatsachen dass eine Zeitzeugin und ein Historiker als Redner abgelehnt wurden, weil beide über die Geschehnisse der Nachkriegszeit vermutlich hätten zu viel erzählen können. Vor der unzensierten Wahrheit scheint man besondere Angst zu haben.
Weiter schien die Einsatzleitung kaum in der Lage die zahlreichen Straftaten der Gegenseite bewältigen zu können, da die eingesetzten Polizeikräfte selbst von einem Laien hätten besser positioniert werden können. Hätte man unseren Hinweisen und Gefahrenprognosen von Anfang an Folge geleistet, dann hätten Blockaden, Landfriedensbruch, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und andere schwerwiegende Delikte problemlos verhindert werden können. Ein weiterer Beleg für ein gescheitertes Einsatzkonzept ist die Tatsache, dass sich sogar Linksextremisten als Polizisten ausgeben und mit einem falschen Polizeifahrzeug hinter die Polizeiabsperrung fahren konnten. Hätte man das Fahrzeug wenigstens einer Sichtkontrolle unterzogen, dann hätte mindestens die mitgeführte Betonpyramide auffallen müssen. Weil dies nicht der Fall war konnten die falschen Polizisten die Betonpyramide vor dem Wincklerbad abladen und sich daran fest ketten. Sie wollten auf diese Art und Weise versuchen den Trauermarsch zu verhindern, was jedoch nicht gelang. Friedlich zogen unsere Versammlungsteilnehmer an den Gestalten vorbei. Auch beleidigende Zurufe konnten die Disziplin in den Reihen nicht in Wanken bringen. An diesem Sachverhalt zeigt sich die von der Gegenseite mitgeführte kriminelle Energie auf der einen und die unzerstörbare Disziplin der Trauermarschbesucher auf der anderen Seite. Die aufgeführten Beispiele sollten genügen, um dem Leser einen kleinen Einblick in die Nenndorfer Verhältnisse zu ermöglichen.
Nachdem die angereisten Versammlungsteilnehmer am Bahnhofsvorplatz endlich Formation beziehen konnten, bewegte sich der Trauermarsch in gewohnt disziplinierter Art und Weise zum Wincklerbad. Dort wurden in den Nachkriegsjahren die Internierten des alliierten Folterlagers gefoltert, misshandelt und teilweise sogar auch ermordet. Die Verantwortlichen wurden jedoch nie in zufriedenstellender Weise zur Verantwortung gezogen. Die Geschehnisse sollten verschwiegen und die Opfer über die Jahre vergessen werden. Doch seitdem erneut bekannt wurde, was sich im Wincklerbad zugetragen hat, werden die hilf- und wehrlosen Opfer heute sogar öffentlich verhöhnt. Die Vernunft verlangt es von uns, dass diesen Opfern gedacht und ihre Würde vor Angriffen geschützt werden muss. Aus diesem Grund wurde vor dem Wincklerbad der zahl- und namenlosen Opfer von alliierten Kriegs- und Nachkriegsverbrechen in einer Gedenkminute gedacht.
Die Gegenseite stellte in diesem Moment erneut unter Beweis, dass sie nicht einmal vor dem Andenken Verstorbener Respekt zu haben scheint. Während auch Nenndorfer Bürger der Opfer gedachten, zog sie es vor mit Sirenen, Dschungeltröten und Trillerpfeifen zu stören. Auch auf die alten und pflegebedürftigen Menschen, die in den nahe liegenden Pflegeheimen der Straße leben, nahm man keine Rücksicht. Eine Respektlosigkeit, die ihres Gleichen sucht. Im weiteren Verlauf der Kundgebung wurde von uns ein 10 Meter langes Transparent von einer mitgebrachten Arbeitsbühne entrollt. Die Täter von damals haben auch heute noch ihre Stützpunkte in Deutschland und beteiligen sich von dort aus an den Kriegen dieser Zeit. Darauf, dass die Alliierten auch heute noch Besatzer in unserem Land sind, musste reagiert werden. In verschiedenen Redebeiträgen wurden Hintergründe thematisiert und die damit verbundenen Zusammenhänge erläutert. Auch wurde der Redebeitrag der Zeitzeugin Ursula Haverbeck verlesen, da man ihr untersagte selbst zu sprechen. Alle Inhalte fanden großen Zuspruch.
Die Versammlungsteilnehmer bezogen erneut Formation und der Trauermarsch bewegte sich friedlich und geordnet zurück zum Bahnhofsvorplatz. Dort bedankte sich die Versammlungsleitung bei den Teilnehmern für das zahlreiche Erscheinen, die Unterstützung und vor allem für das friedlich-disziplinierte Verhalten an diesem Tag. Die Versammlungsteilnehmer wurden verabschiedet und der Trauermarsch vom Versammlungsleiter offiziell für beendet erklärt.
Zusammenfassend muss festgestellt und besonders betont werden, dass der Trauermarsch auch in diesem Jahr durch sein Erscheinungsbild überzeugen konnte und im Kontrast zu der Gegenseite friedlich blieb. Auch wenn es die Gegenseite nicht akzeptieren möchte, so muss sie doch spätestens jetzt erkennen, dass es erst der DGB und “Bad Nenndorf ist bunt” es waren, welche den Linksextremisten der Antifa-Banden bereitwillig die Tore der Stadt öffneten. Unterstützt wurden sie dabei von den Stadtvertretern und Vertretern der etablierten Parteien. Heute konnte der Nenndorfer Bürger erneut sehen, wo es enden kann, dass es weder Anmelder noch Organisatoren der Gegenseite für notwendig hielten sich von der Gefahr der Linksextremisten zu distanzieren.
Es ist gar nicht auszudenken, welches Szenario Bad Nenndorf heute hätte erleben müssen, wenn unsere Rechtsabteilung Polizei, Landkreis und Innenministerium nicht die Augen geöffnet hätten. Gerade jetzt wo die Beweislage so eindeutig und besonders schwerwiegend ist, darf das in “Bad Nenndorf ist bunt” schlummernde Gefahrenpotential nicht mehr ignoriert und verharmlost werden. Um jeden Preis muss verhindert werden, dass es erneut ausgelebt werden kann. Es kann sogar von Glück geredet werden, dass die rechtliche Situation bis zum Ende unklar bliebt und das Verwaltungsgericht der Gegenseiten nur eine Gegenkundgebung zu gestand. Mit einer Krawalldemonstration des DGB hätte es weitaus schlimmer geendet.
Allen Teilnehmern des Trauermarsches und Sympathisanten in der Bevölkerung sei gesagt, dass unser Ringen um Recht und Wahrheit der vergangenen Jahre nicht umsonst gewesen ist. Vor wenigen Jahren hatte niemand geglaubt, dass eines Tages ganz Europa nach Bad Nenndorf schauen und die internationale Presse über unseren Einsatz berichten wird. Jetzt erhalten wir Anfragen von Interessenten aus allen Ländern Europas. Menschen solidarisieren sich mit dem Gedenkbündnis, Historiker und Zeitzeugen suchen Kontakt zu uns, auch Unterstützer und Förderer haben sich angeboten. Den Großteil des Erfolges ist der unermüdlichen Arbeit des einzelnen Aktivisten zu verdanken, doch auch das Versagerbündnis hat, wenn auch nicht zum eigenen, so wenigstens zu doch unserem Erfolg beigetragen dürfen.




